Blogeinträge (themensortiert)

Thema: Meine Buchprojekte

Nach 13 ½ Jahren ohne Antidepressiva – und zurück zu meinem Memoir

Im Januar habe ich angefangen, meine Medikamente ganz langsam auszuschleichen. Und jetzt ist es tatsächlich geschafft: Nach 13 ½ Jahren nehme ich keine Antidepressiva mehr. Für mich fühlt sich das richtig gut an. Nach so vielen Jahren keine Tabletten mehr zu brauchen und nicht mehr jeden Tag daran denken zu müssen, ist irgendwie auch das Ende eines ziemlich langen Kapitels.

In den letzten Tagen habe ich deshalb noch einmal viel darüber nachgedacht, wie diese ganzen Jahre eigentlich waren. Wie sehr haben mir die Medikamente geholfen? Was hat sich durch sie verändert? Was vielleicht auch nicht? Und was habe ich mir damals eigentlich davon erhofft? Dabei habe ich gemerkt, dass mich meine eigene Geschichte gerade wieder sehr beschäftigt.

Mein Roman befindet sich ja ohnehin schon seit einiger Zeit in einer Schreibpause. Eigentlich hatte ich bisher immer im Hinterkopf, irgendwann wieder einzusteigen. Das möchte ich auch weiterhin. Aber im Moment fühlt es sich richtig an, diese Pause erst einmal auf unbestimmte Zeit zu verlängern. Denn während ich über die vergangenen Jahre nachgedacht habe, kam plötzlich wieder dieses Bedürfnis auf, an meinem Memoir weiterzuschreiben. Da gibt es offenbar noch einiges, das raus möchte. Die Jahre mit Burnout und Depressionen, die vielen Versuche, wieder auf die Beine zu kommen, Therapien, Reha, Tagesklinik, Medikamente und immer wieder die Frage, warum es mir trotz all der Bemühungen nicht so ging, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich glaube, ich habe da noch einiges zu erzählen. Und vielleicht auch einiges für mich selbst zu sortieren. Deshalb möchte ich meinem Memoir jetzt wieder mehr Raum geben und schauen, wohin mich das Schreiben führt. Ohne festen Zeitplan und ohne mir vorzunehmen, wann daraus irgendwann ein fertiges Buch werden muss. Und mein Roman? Der darf solange warten. Ich habe ihn nicht aufgegeben. Aber gerade ist meine eigene Geschichte diejenige, die geschrieben werden möchte. Und Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Liebe Grüße, Sonja :)



Sonja 26.08.2026, 15.32 | (0/0) Kommentare | PL

Warum mein Roman gerade Pause macht

Eigentlich wollte ich längst mitten in meinem ersten Roman stecken. Ich hatte gehofft, inzwischen regelmäßig daran zu schreiben und zu sehen, wie aus meinen Ideen nach und nach eine richtige Geschichte entsteht. Im Moment sieht es allerdings anders aus: Mein Roman macht Pause.

Es ist nicht so, als hätte ich keine Lust mehr zum Schreiben oder als würde mir nichts einfallen. Mein Roman ist auch keineswegs vergessen. Ich merke nur, dass ich mich zwischendurch mit anderen Dingen beschäftigen muss. Manchmal tut es mir gut, etwas Abstand zu gewinnen, anstatt mich jeden Tag an den Laptop zu setzen und unbedingt weiterschreiben zu wollen. Denn sobald aus dem Schreiben eine Pflicht wird, geht mir schnell die Freude daran verloren.

Klar, natürlich gehört auch ein wenig Disziplin dazu, wenn man einen Roman schreiben möchte. Schließlich werden sich die Seiten nicht von allein füllen. Trotzdem möchte ich mich nicht dazu zwingen, nur damit ich sagen kann, dass ich weitergekommen bin. Gerade bei einer Geschichte, die einem persönlich wichtig ist, bringt es meiner Meinung nach wenig, lustlos irgendwelche Sätze zu schreiben. Dann beschäftige ich mich lieber eine Weile mit anderen Dingen und kehre später mit mehr Ruhe und neuen Gedanken zu meinem Manuskript zurück.

Dazu kommen außerdem die momentanen Temperaturen. Bei dieser Wärme ist es für mich kein großes Vergnügen, längere Zeit am Laptop zu sitzen. Andere Menschen können vielleicht auch bei hochsommerlichen Temperaturen konzentriert arbeiten. Ich gehöre eindeutig nicht dazu. Wenn es zu warum ist, werde ich schnell müde und meine Konzentration verabschiedet sich irgendwohin, wo es vermutlich kühler ist ;) Früher hätte ich wahrscheinlich ein schlechtes Gewissen gehabt, weil ich nicht so vorankomme, wie ich es mir vorgenommen hatte. Mittlerweile versuche ich, etwas gelassener damit umzugehen. Mein Roman läuft mir schließlich nicht weg. Es gibt keinen festen Termin, zu dem er fertig sein muss, und niemand zwingt mich, jeden Tag daran zu arbeiten.

Aber Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben. Ich habe weiterhin Lust auf meine Geschichte und möchte sie auf jeden Fall schreiben. Im Augenblick braucht sie nur ein wenig Geduld und ich offenbar auch. Irgendwann werde ich meinen Laptop wieder aufklappen, mein Manuskript öffnen und dort weitermachen, wo ich aufgehört habe.

Untätig bin ich während meiner Schreibpause aber übrigens nicht. Kreativ bin ich trotzdem, nur gerade auf eine andere Art. Womit ich mich momentan beschäftige und warum mir das so viel Freude macht, erzähle ich euch in meinem nächsten Beitrag.

Liebe Grüße, Sonja :)



Sonja 03.08.2026, 10.31 | (0/0) Kommentare | PL

Mein erster Roman: Der Plot steht – jetzt beginnt das Schreiben

Aus meiner ersten Romanidee ist inzwischen ein vollständiges Konzept geworden. Die Handlung ist in fünf Phasen gegliedert, die einzelnen Szenen sind geplant und auch die Charaktere sowie der Ort des Geschehens sind ausgearbeitet. Das Plotten ist damit abgeschlossen, und aktuell schreibe ich am ersten Kapitel.

Was bedeutet Plotten eigentlich?

Beim Plotten wird die Handlung eines Romans vorbereitet, bevor das eigentliche Schreiben beginnt. Dabei wird unter anderem festgelegt, wie sich die Geschichte entwickelt, welche wichtigen Wendepunkte es gibt und wie die einzelnen Szenen zusammenhängen.

Für meinen Roman habe ich die Handlung zunächst in fünf Phasen eingeteilt. Anschließend habe ich die einzelnen Szenen geplant und auch die Charaktere und den Schauplatz genauer ausgearbeitet.

Worum es in meinem Roman geht, habe ich auf meiner Seite „Mein Roman bereits beschrieben. In diesem Beitrag möchte ich deshalb vor allem davon erzählen, wie ich bei der Planung vorgegangen bin und wo ich inzwischen stehe.

Einfach drauflosschreiben passt nicht zu mir

Manche Autorinnen und Autoren beginnen mit einer Idee und schreiben einfach drauflos. Die Geschichte entwickelt sich dann erst während des Schreibens. Ich habe allerdings gemerkt, dass diese Arbeitsweise nicht zu mir passt. Ich brauche einen roten Faden und möchte vorher wissen, wohin sich die Handlung entwickelt, welche Rolle die einzelnen Figuren spielen und wie die Szenen miteinander zusammenhängen. Die ausführliche Planung gibt mir Orientierung und Sicherheit. Sie bedeutet aber nicht, dass nun jede Einzelheit unveränderlich feststeht. Beim Schreiben dürfen sich neue Gedanken ergeben, Szenen verändern und Figuren weiterentwickeln. Das Grundgerüst meiner Geschichte steht jedoch.

Jetzt schreibe ich am ersten Kapitel

Nachdem das Konzept, die Szenen, die Charaktere und der Schauplatz ausgearbeitet sind, hat nun das eigentliche Schreiben begonnen. Aktuell arbeite ich am ersten Kapitel und mache damit den nächsten wichtigen Schritt auf meinem Weg zum ersten Roman. Dabei lasse ich mir ganz bewusst Zeit. Ich schreibe nicht jeden Tag und möchte mir auch keinen unnötigen Druck machen. Das Schreiben soll mir weiterhin Freude bereiten und nicht zu einer weiteren Aufgabe werden, die ich möglichst schnell erledigen muss. Natürlich möchte ich mit meinem Roman vorankommen. Aber Fortschritt bedeutet für mich nicht, jeden Tag eine bestimmte Anzahl an Wörtern zu schreiben. Ich gehe lieber Schritt für Schritt weiter und achte darauf, dass mir der Spaß an meiner Geschichte und am Schreiben erhalten bleibt. Mein Roman ist also längst nicht fertig. Aber er ist auch nicht mehr nur eine Idee: Der Plot steht und das erste Kapitel entsteht.

Liebe Grüße, Sonja :)

Sonja 17.07.2026, 16.33 | (0/0) Kommentare | PL

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